Google+ // Die Evolution des Internets

neue Features

Übersicht der Circles

Google+ bietet Features, die es bei Facebook in der Weise noch nicht gibt und setzt neue Maßstäbe in der Online-Kommunikation. Der Benutzer hat die Möglichkeit seine Freunde, Bekannte und Arbeitskollegen in, von ihm definierten Personenkreisen, sogenannten Circles hinzu zufügen. Postings in diesen Circles erreichen dann auch nur jene Personen, die diesen Circles zugeordnet sind. Hieraus lässt sich, sobald Google+ die Möglichkeit bietet Unternehmensprofile zu erstellen, eine zielgruppenspezifischere Kommunikation betreiben als bei Facebook.

Desweiteren ist mit Sparks ein Feature integriert, in dem sich der Benutzer News individuell zusammenstellen kann. Die Zusammenstellung der News ergibt sich durch Keywords, die der Benutzer selbst bestimmt. Sparks liefert, basierend auf den Keywords, die für den Benutzer relevanten News.

Evolution des Internets

Aktuelle Forschungen befassen sich mit dem Social Semantic Web, auch besser bekannt als Web 3.0. Das Web 3.0 setzt sich aus den Komponenten Social Web und dem Semantic Web zusammen. Unter dem Begriff Semantic Web, versteht man die Anreicherung der Daten im Web mit Metadaten. Metadaten dienen der Beschreibung von Daten und ermöglichen somit die Verständlichkeit und die automatisierte Weiterverarbeitung der Daten durch Programme und Endgeräte.

Genau in dem Bereich des Web 3.0 bietet Google mit seinem sozialen Netzwerk enormes Potenzial. Durch die Suchmaschine steht Google eine Masse an Informationen und Daten zur Verfügung. Verbindet man diese Suchmaschine und sämtliche andere Google Produkte mit Google+, so erhält der Nutzer höchst individuelle Suchergebnisse. Eine aufwendige, manuelle, vertikale Suche würde sich dadurch erübrigen. Zusätzlich würden die Suchergebnisse nicht nur auf persönlichen Daten beruhen, sondern auch auf Daten und Erfahrungen der Kontakte bei Google+.

Betrachtet man dies aus Unternehmenssicht, so können beispielsweise AdSense Kampagnen gezielter geschaltet werden. AdSense bietet die Möglichkeit Anzeigen, basierend auf Keywords, in den Suchergebnisse zu platzieren.
Basierend auf der Technik des Web 3.0 erscheinen AdSense Einblendungen nur dann, wenn die Profildaten der Benutzer den Daten der fokussierten Zielgruppe entsprechen. Das Verfahren hätte Ähnlichkeit mit Facebooks Werbeanzeigen. Allerdings sind Informationen nicht auf ein Portal beschränkt. Die Informationen basieren auf Daten aus dem gesamten Web.

Dies ist nur ein minimaler Auszug von dem, was die Verbindung Google und Web 3.0 leisten könnte.

Wie Anfangs schon erwähnt, handelt es sich bei dem Web 3.0 noch um ein Forschungsgebiet. Die Vorstellungen sind theoretisch möglich, praktisch jedoch noch nicht umsetzbar. Bis das gesamte Web mit verständlichen Metadaten für Software und Endgeräten ausgestattet ist, dürften noch ein paar Jahre vergehen.